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Solarstromeinspeisung verbilligt den Stromeinkauf für Endkundenversorger. Der Merit-Order-Effekt einfach erklärt

Aber es gibt auch noch einen engeren Zusammenhang zwischen Atomverlängerung und Solarkürzung, auf den ausgerechnet das der Energiewirtschaft zugeneigte Arrheniusinstitut aufmerksam gemacht hat:

Nach der Merit Order Regel werden die teuersten Spitzenlastkraftwerke zu allerletzt eingeschaltet.
Wir erinnern uns (siehe oben Themenblock 1.): Je teurere Spitzenkraftwerke um die Mittagszeit eingeschaltet werden müssen, desto höhere Gewinne erzielen die Atom- und die Braunkohlekraftwerksbetreiber. Die Betreiber der großen Kraftwerke sind deshalb gar nicht erfreut, wenn um die Mittagszeit viele Solaranlagen ins Netz einspeisen, denn dann werden nicht so viele und so teure Spitzenlastkraftwerke gebraucht und dann sinkt der Börsenpreis.

Hier gibt es erfahrungsgemäß ein Verständnisproblem, das wir im Folgenden gerne aufklären.

Der erste Einwand lautet: Solarstrom ist doch noch teurer als Strom aus dem teuersten Spitzenlastkraftwerk, wieso sinkt bei Verwendung des noch teureren Solarstrom dann trotzdem der Börsenpreis? Unsere Antwort: Ja, es stimmt, Solarstrom ist meistens teurer als Spitzenlaststrom (wenn man von wenigen Ausnahmen absieht). Aber die Regeln an der Strombörse sehen für Strom aus Erneuerbaren Energien eine Ausnahme vor.

Eine Ausnahme: Solarstrom wird zwar (wie jeder EEG-Strom) letztlich mit der gesetzlich vorgeschriebenen Einspeisevergütung bezahlt. Aber der für ihn zu zahlende hohe Preis wird teilweise außerhalb der Börse bezahlt und bestimmt NICHT den Preis der anderen Stromangebote, den Börsenpreis.

So muss ein Stromversorger, der für die Endkunden Strom einkauft, für die eingekaufte Solarstrommenge zwar die hohe Einspeisevergütung bezahlen. Aber diese hohe Vergütung gilt nur für den Solarstrom, nicht für den Atom- und den Braunkohestrom! Der Atom- und Braunkohlestrom-Preis richten sich nach dem Börsenpreis, und der sinkt, je mehr Solarstrom eingespeist wird.

Wenn mehr Solarstrom eingekauft wird, muss für ihn seiner Menge wegen mehr bezahlt werden. Für Atom- und Braunkohlestrom sinkt hingegen der kWh-Preis. Und nun kommt die entscheidende Aufklärung: Die Menge an Solarstrom, die der Endkundenversorger einkauft, ist klein gegenüber der Menge an Atomstrom. Vielleicht hilft ein Beispiel: Ich kaufe 10 kg Kartoffeln und 200 g Erdbeeren ein. Am nächsten Freitag kaufe ich wieder Kartoffeln und Erdbeeren. Wenn dann der Kartoffelpreis auch nur um 15 Cent/kg billiger geworden ist, dann kann ich mehr Erdbeeren einkaufen und muss trotzdem insgesamt weniger zahlen.

So weit die Erläuterungen des SFV, die zum gleichen Ergebnis kommen wie die eingangs erwähnte Studie des Arrheniusinstituts, nämlich: Die Einspeisung von Solarstrom vermindert die Gewinne der Atom- und Braunkohlekraftwerksbetreiber.

In einer Pressemitteilung vom 20.04.10 appellierte das Arrhenius-Institut an die Bundesregierung, aus diesem Grund die Einspeisevergütung für Solarstrom zu verringern. Wörtlich: "Die Förderung von PV-Anlagen kann daher auch als Gaspedal der Energiewende interpretiert werden. Ob der derzeitig eingeschlagene Weg und die Geschwindigkeit die richtige sind, mag man bestreiten.
http://www.openpr.de/news/419837/Auswirkung-eines-ungebremsten-Ausbaus-der-Photovoltaik-auf-den-Strommarkt-bisher-nicht-beruecksichtigt.html