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Inkonsequenzen zwischen Atomverlängerung und Solarkürzung

Die Empörung über das Energiekonzept der Bundesregierung ist groß, obwohl noch lange nicht alle Inkonsequenzen und energiepolitischen Fehler bedacht wurden.

Die Bundesregierung hat eine Verlängerung der Atomlaufzeiten beschlossen. 100 Milliarden Euro Gewinn soll die Verlängerung der Laufzeiten bringen, und der Staat will davon einiges abschöpfen.
100 Milliarden sind eine stolze Summe. Aber wir kennen nur wenige Menschen, die sich Gedanken machen, woher dieses Geld letztlich kommt.
Deswegen ein Hinweis:

Hohe Gewinne entstehen, wenn Güter weit über den Herstellungskosten verkauft werden. Das ist auch bei Strom so. Die Preise für Strom entstehen an der Strombörse und schwanken erheblich von Stunde zu
Stunde. Sie richten sich jeweils danach, welches das teuerste Kraftwerk ist, welches gerade in Betrieb sein muss.

Um die Mittagszeit ist der Stromverbrauch in Deutschland besonders hoch. Die Fabriken arbeiten, die Mahlzeiten werden gekocht und die Klimaanlagen laufen. Deshalb müssen um die Mittagszeit die teuren
Spitzenlastkraftwerke angeworfen werden. Das heißt, der Börsenpreis richtet sich um die Mittagszeit nach dem teuren Spitzenlaststrom. Das bedeutet für die Betreiber von Atomkraftwerken, dass der von ihnen gelieferte Strom den selben hohen Verkaufspreis erzielt wie der teure Spitzenlaststrom. So sind nun einmal die Börsenregeln!

Da aber der Betrieb der Atomkraftwerke eigentlich nur sehr wenig kostet, sind die Gewinne der Atomkraftwerksbetreiber gerade um die Mittagszeit riesig.

Mit anderen Worten: Die Stromkunden zahlen während der verlängerten Laufzeit der Atomkraftwerke - insbesondere zur Mittagszeit - 100 Milliarden Euro mehr in die Kasse der Atomkraftwerksbetreiber ein, als die Herstellung des Atomstroms und seine Verteilung über das Stromnetz eigentlich kostet.

Und was erzählt die Bundesregierung den Stromkunden? Atomstrom sei billig. Wir merken uns: Das stimmt nicht! Atomstrom ist nur für die Atomkraftwerksbetreiber billig! Die Verbraucher zahlen für den Atomstrom drei bis zehnmal so viel, wie seine Herstellung kostet.

Und wenn dann die Atomkraftwerke endlich doch mal abgeschaltet werden, dann verbleiben - über Generationen hinweg - dem Steuerzahler und den Verbrauchern die Atomruinen,die auch noch teuer entsorgt werden müssen. Und es verbleiben radioaktive Abfälle, für die es immer noch kein Endlager gibt. Und es gibt immer noch nicht genügend Solarstromanlagen und Windstromanlagen.

Und nun zur Solarstromerzeugung - die ist bei der Regierung weniger beliebt.

Die Bundesregierung hat den Solarstromerzeugern in diesem Jahr gleich dreimal die Einspeisevergütung gekürzt. Und zu Beginn des Jahres 2011 gibt es noch einmal eine Vergütungskürzung voraussichtlich um 13 Prozent. Ziel der Bundesregierung ist es, damit den Neubau von Solarstromanlagen auf eine jährliche Menge von 3,5 GWp neue Anlagen zu beschränken. Nur zum Vergleich: In den letzten 12 Monaten haben die deutschen Solarinstallateure bewiesen, dass sie jährlich doppelt so viel Anlagen bauen können. Das will die Bundesregierung unbedingt verhindern.

Die einzige Begründung, die in der Öffentlichkeit genannt wurde, war die Behauptung, die Solarfirmen würden zu hohe Gewinne machen und die Einspeisevergütung würde die Stromkunden zu stark belasten.

Warum diese Sorgen um die Stromkunden eigentlich nur bei Solarstrom nicht aber bei der Atomlaufzeitverlängerung?

Und wer denkt eigentlich an die Mitarbeiter bei den Solarinstallationsfirmen? Wenn diese Firmen zukünftig nur noch halb so viel Solaranlagen bauen dürfen, müssen sie etwa die Hälfte ihres Personals entlassen. Wer soll eigentlich die Arbeitslosenunterstützung bezahlen?