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Nachrichten Jubiläum! 20 Jahre Gerold Weber Solartechnik


Der Solar- und Heizungsfachbetrieb Gerold Weber Solartechnik feiert 20-jähriges Jubiläum. Die Firmenhistorie ist auch ein Spiegel des Erneuerbare-Energien-Marktes. Mit Überzeugung, Kompetenz und einem breiten Produktangebot hat Weber sein Unternehmen auch durch raue Zeiten im Solarmarkt gebracht.

Vor 20 Jahren waren Solarwärmekollektoren und Solarstrommodule auf Dächern noch eine Seltenheit. Unvorstellbar war es, dass Häuser schon bald komplett mit Solarwärme beheizt werden könnten und noch weniger war es denkbar, dass erneuerbare Energien zwei Jahrzehnte später schon über 30 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland decken würden. Mitte der 1990er Jahre seine berufliche Zukunft auf die Solarenergie auszurichten, erforderte Mut und Visionskraft. Der gebürtige Badener Gerold Weber hat beides. In einem Vortrag des Publizisten Franz Alt hatte er Feuer gefangen und beschloss, seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen. „Wenn wir nichts tun, wird sich nichts ändern“: Das war damals sein Leitsatz und er ist es bis heute. In diesem Jahr feiert Weber das 20-jährige Jubiläum seines Fachbetriebes Gerold Weber Solartechnik, der auf Solarwärme- und Holzheizungen, Solarstromanlagen und Blockheizkraftwerke spezialisiert ist.

Nach dem wegweisenden Vortrag verkleinerte der Autoliebhaber im ersten Schritt seinen Fuhrpark. Stattdessen erwarb Gerold Weber sein erstes Elektroauto. Das weckte Aufmerksamkeit, und schon bald kamen die ersten Anfragen, ob er Solarwärmeanlagen installieren könne. Aus der nebenberuflichen Tätigkeit heraus gründete er 1996 einen Ein-Mann-Betrieb und baute fortan Solarwärmeanlagen. „Zu der Zeit gab es kaum andere in der Region, die das gemacht haben“, erinnert er sich. „Da war schon viel Idealismus dabei.“ Als die Bundesregierung 1999 das 100.000-Dächer-Programm ins Leben rief, kamen die ersten Anfragen für Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. Weber erkannte das Potenzial und nahm Solarstromanlagen in sein Angebot auf. Er war auch einer der ersten, der zu einem engen Kooperationspartner und wichtigen Abnehmer des Freiburger Modulherstellers Solar-Fabrik wurde. Die regionale Wertschöpfung zu fördern und deutsche Qualität zu unterstützen, ist bis heute einer der Grundsätze des Unternehmens.

Das Jahrzehnt der Fotovoltaik

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die kostendeckende Vergütung für regenerativ erzeugten Strom vorschreibt, bescherte dem Fotovoltaik-Markt einen Aufschwung, der weltweite Strahlkraft hatte. Auch Gerold Weber profitierte von der großen Nachfrage. In den Boom-Jahren der Fotovoltaik – von 2008 bis 2012 – hatte er bis zu 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben Hunderten von Fotovoltaikanlagen auf Wohnhäusern baute das Team auch große Anlagen, zum Beispiel auf Schulen, Supermärkten und landwirtschaftlichen Gebäuden, und sogar im Freiland.

Die EEG-Novelle 2012, in der die Einspeisevergütung für Solarstrom drastisch gekürzt wurde, bedeutete das Ende des Fotovoltaik-Booms. Zahlreiche Modul- und Wechselrichterhersteller mussten Insolvenz anmelden oder sie ließen sich von internationalen Konzernen aufkaufen. 2015 traf es auch die Solar-Fabrik, sie ging in die Insolvenz. Auch Installationsbetriebe wie Gerold Weber Solartechnik blieben von dem Markteinbruch nicht verschont. Doch die umsichtige Entscheidung, neben Fotovoltaik auch Solarwärmeanlagen, Stückholz-, Pellets- und Hackschnitzelheizungen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen anzubieten, erwies sich jetzt als äußerst wertvoll. Durch das breite Produktangebot, die große Bekanntheit in der Region und das unbeirrbare Weitermachen konnte Weber sein Unternehmen erfolgreich durch die Krise der Solarbranche bringen. Auch heute hat er immer noch 20 Mitarbeiter. Die Fotovoltaikanlagen, die Gerold Weber Solartechnik heute baut, sind für die Eigenstromversorgung optimiert. „Es hat sich längst herumgesprochen, dass Solarstrom mittlerweile günstiger selbst erzeugt werden kann als zum Preis des Energieversorgers“, sagt der Firmenchef.

Konsequenter Umweltschutz im Unternehmen

Gerold Weber war es immer wichtig, die Überzeugung auch im Unternehmen zu leben. Alles im Betrieb ist auf Umweltschutz ausgerichtet. Das beginnt bei der Gestaltung des Firmengebäudes in Achern-Mösbach, welches das Unternehmen 2001 bezog. Die Energie wird mit einem Blockheizkraftwerk und einer Hackschnitzelanlage erzeugt. Auf dem Hof erzeugt eine nachgeführte Fotovoltaikanlage CO2-frei Strom. In den Außenanlagen und auf dem Gründach wurde Lebensraum für heimische Vögel, Pflanzen und Gräser geschaffen. Zum Fuhrpark gehören Hybridfahrzeuge. Das Büromaterial kommt von einem Anbieter ökologischer Produkte, der Kaffee zur Vesper aus fairem Handel und das Brot vom Biobäcker.

Mehrfach ausgezeichnet

Für die Unternehmensführung, die konsequent nach ökologischen Kriterien ausgerichtet ist, wurde Gerold Weber Solartechnik 2006 mit dem Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, 2012 war der Betrieb nochmals dafür nominiert. 2006 nahm Weber auch zusammen mit den Bauherren, zwei Mitarbeiter von ihm, die Plakette für den Deutschen Solarpreis von Eurosolar für das 100%-Solarhaus in Kappelrodeck in Empfang. Für dieses Vorzeigeprojekt, das beweist, dass Häuser ausschließlich solar beheizt werden können, hat Weber die Heizungslage geplant und gebaut. „Es war ein Meilenstein für unser Unternehmen, das erste ausschließlich solar beheizte Wohnhaus Deutschlands mitzuentwickeln“, sagt er rückblickend. 2008 und 2009 war sein Unternehmen außerdem noch Preisträger des Wettbewerbs „Büro und Umwelt“.

Sich auf den Lorbeeren auszuruhen, kommt für den heute 51-Jährigen nicht in Frage. Wo immer möglich, rührt Weber die Werbetrommel für Klimaschutz und die erneuerbaren Energien. So möchte er beispielsweise Kinder und Jugendliche früh an den Umweltschutz heranführen. Dafür hält Weber in Schulen Vorträge und lädt zum Ferienprogramm oder Besuch des Ökologie-Lehrpfads auf dem Firmengelände ein. Für die Jugend-Feuerwehr gab es Fotovoltaik-Baukurse, und seit 2002 schon bietet das Unternehmen jungen Menschen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zu absolvieren. Es gab ein Solarfrühstück für Frauen, und auch zu Kino- und Kabarettvorführungen hat Weber schon eingeladen. Tage der offenen Tür, Fachvorträge und Solarspaziergänge gehören zum festen Programm.

Mehr erreichen im Netzwerk

Sehr früh hat Gerold Weber begonnen, in Netzwerken mitzuwirken, sei es mit seinem Unternehmen oder ehrenamtlich. „Gemeinsam lässt sich einfach mehr erreichen“, begründet er dies. So gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes Solar-Partner e.V., einem Zusammenschluss von süddeutschen Solarfachbetrieben und freien Solarberatern, außerdem ist er Mitglied bei Unternehmensgrün und Regenerative Energie Mittelbaden (REM). Das Unternehmen gehört weiterhin zum Netzwerk „Solarwärme für alle“. Mit der Kampagne wollen neun Handwerksbetriebe, Systemanbieter und Komponentenhersteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Bürgerinnen und Bürger für die Solarwärme gewinnen. „Die Stromwende ist auf einem guten Weg, aber die Wärmewende hat noch einen großen Nachholbedarf“, sagt Weber. Sein Fachbetrieb baut Solarwärmeheizungen jeder Art. Ein Spezialgebiet des Unternehmens sind Solarhäuser mit großen Solarkollektorflächen, die über 50 Prozent des Heizenergiebedarfs solar decken können.

Seit kurzem bietet Gerold Weber Solartechnik auch Fotovoltaik-Batteriespeicher an. „Mit einem Speichersystem lässt sich noch mehr Solarstrom vom eigenen Dach selbst verbrauchen“, erklärt er. „So lassen sich die Stromkosten noch stärker reduzieren“. Die Nachfrage nach Speichern sei deutlich angestiegen, stellt Weber fest. Deshalb war für ihn klar, dass auch er sie anbieten will. Sich der Marktentwicklung nicht zu versperren, sondern flexibel auf Veränderungen zu reagieren, ist sein Credo. Das soll auch für die nächsten Jahrzehnte das Leitmotiv von Gerold Weber Solartechnik bleiben.

Kampagne Solarwärme für www.solarwaerme-fuer-alle.com