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Nachrichten Solarwärme und sonst gar nichts: 10 Jahre im 100%-Solarhaus

Seit 2006 wird das Einfamilienhaus im badischen Kappelrodeck ausschließlich mit Solarwärme beheizt. Die Bewohner genießen das angenehme Raumklima und freuen sich über Gäste aus aller Welt.

Seit zehn Jahren nunmehr steht im badischen Kappelrodeck ein Haus, das bundesweit, ja sogar europaweit, Vorzeigecharakter hat: das 100%-Solarhaus. Mit 112 Quadratmetern Solarkollektoren auf dem Dach und am Balkon wird es ausschließlich mit Solarenergie beheizt. Nicht einmal einen Holzofen gibt es, um nachzuheizen. „Aber den hätten wir auch nicht gebraucht“, sagt Doris Hittler, die das Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche zusammen mit ihrem Freund Harald Schelske gebaut hat. „Es ist immer angenehm warm bei uns.“ Dass das Energiekonzept funktioniert, wurde zwischenzeitlich auch im Forschungsprojekt HeizSolar des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bestätigt.

Die Wärme von den Solarkollektoren wird in einem Speicher mit 42.800 Liter Fassungsvermögen vorgehalten. Der mit Naturlehm verputzte Tank ist das Herzstück des Hauses. Er reicht vom Technikraum bis zur Galerie in dem offenen Wohnraum und ist der „Hingucker“ für alle Gäste. Davon gibt es reichlich: Politiker, darunter Minister und Landtagsabgeordnete, Vereine, Schüler, die Teilnehmer am Solarspaziergang des Achener Fachbetriebes Gerold Weber Solartechnik und viele andere waren schon zu Gast, um sich über das Bau- und Energiekonzept zu informieren. Dazu kommen Gäste aus dem Ausland wie Griechen und Israelis und ein Fernsehteam aus Weissrussland. „Was unseren Gästen immer besonders auffällt, ist das angenehme Raumklima“, erzählt Doris. Auch der besondere, natürliche Duft werde häufig angemerkt. Dafür sorgen die natürlichen Baumaterien. Die Wände beispielsweise wurden aus Hölzern aus dem Schwarzwald gefertigt. Auch die Wandflächenheizung, welche die Solarwärme verteilt, trägt zu dem behaglichen Wohnklima bei.

Wissenschaftlich bestätigt

Von November 2011 bis Januar 2013 führten Forscher des Fraunhofer Instituts für Solarenergie (ISE) im Rahmen von HeizSolar Messungen in dem Solarhaus durch. In dem Forschungsprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums wurden Wohngebäude aus ganz Deutschland untersucht, deren Heizenergiebedarf zu 50 bis 100 Prozent durch thermische Solarenergie bereitgestellt wird. Damit haben die Bauherren und der Solar- und Heizungsfachbetrieb Gerold Weber Solartechnik, der die Energietechnik geplant hat, es nun Schwarz auf Weiß, dass ihr Konzept funktioniert. Durchschnittlich 23 Grad haben sie in dem Haus, auch im Winter – und das ganz ohne Heizöl, Erdgas oder Holz. „Wir können täglich etwa 10 Kilowattstunden in das Heizsystem einspeisen, das entspricht rund 10 Liter Öl“, sagt Doris Hittler zufrieden.

Auch ihre Nachbarn kommen seit 2013 in den Genuss der Solarwärme. Über eine Fernwärmeleitung liefert die Anlage überschüssige Wärme an einen neu aufgestellten 900-Liter-Speicher bei den Nachbarn. Von Frühjahr bis Herbst können diese seither ihre Ölheizung ausschalten. Für das Dusch- und Trinkwasser für die sieben Bewohner, eine Ferienwohnung und eine Mitarbeiterwohnung reicht die Wärme vom Solarhaus in den Monaten aus.

„Wir wollten zeigen, dass ein Haus nur mit umweltfreundlicher und kostensparender Solarwärme beheizt werden kann, und wir freuen uns sehr, dass unser Experiment gelungen ist“, sagt Harald Schelske. Zum Umwelt- und Ressourcenschutz trägt auch die Photovoltaikanlage auf dem Nord- und Süddach bei. Sie erzeugt rund 2.800 Kilowattstunden Strom im Jahr, im Haus werden aber nur 2.500 Kilowattstunden verbraucht. Dies ergibt beim Strom eine bilanzielle Plusenergiebilanz.

Zwei Mal wurde das 100%-Solarhaus bereits ausgezeichnet. Im Jahr 2006 verlieh der Erneuerbare-Energien-Verband Eurosolar im Rahmen des Deutschen Solarpreises eine Plakette an Doris Hittler und Harald Schelske. 2009 nahmen sie die Effizienzhaus-Plakette des bundesweiten Wettbewerbs „Effizienzhaus: Energieeffizienz und gute Architektur“ entgegen. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennungen“, sagt Doris Hittler. „Und wir genießen jeden Tag auf‘s Neue die sehr gute Wohnqualität und die Unabhängigkeit von Öl-Multis. Wir würden immer wieder so bauen.“

Um mehr Bürger zu motivieren, große Solarwärmeanlagen zu installieren, hat das Bundeswirtschaftsministerium zum 1. April 2015 die Förderung für solche Heizungen im Marktanreizprogramm (MAP) deutlich verbessert. Im Rahmen der Innovationsförderung im MAP werden Gebäude, die zu mindestens der Hälfte solar beheizt werden, seither auch im Neubau sehr gut gefördert. Nähere Informationen dazu gibt es bei Gerold Weber Solartechnik in Achern-Mösbach, im Internet unter www.GeroldWeberSolartechnik.de und telefonisch unter der Rufnummer 0 78 41 / 60 149-0.

Forschungsprojekt HeizSolar: www.DieSolarheizung.info

Kampagne Solarwärme für www.solarwaerme-fuer-alle.com